Es ist eine ganz, ganz, ganz schwierige Zeit, Fan vom „grossen“ FC Arsenal zu sein, ja das Team immer wieder aufs Neue tatkräftig zu unterstützen. Ein Team, das es einmal geschafft hat, während unglaublichen 49 Spielen am Stück ungeschlagen zu sein. Die Zeit der Invincibles mit Hochkarätern und Klub-Legenden wie Thierry Henry, Dennis Bergkamp, Patrick Vieira oder Robert Pires ist, so sehr es auch schmerzt, schon sehr lange vorbei. Eiskalter und vom Winde schon längst verwehter Schnee von gestern! Die bittere Realität heisst Granit Xhaka, Mesut Özil oder Pierre-Emerick Aubameyang und sieht ganz anders aus: katastrophaler Platz 6 in der Premier League hinter Erzrivalen wie Tottenham und Manchester United, schon 9 Niederlagen bei 28 Pflichtspielen, davon 5 gegen die direkten Kontrahenten um einen Champions League Platz, blamables Ausscheiden gegen das unterklassige Nottingham Forest im FA-Cup und seit 2004 kein einziger Meistertitel mehr. Nicht einmal mehr in der Champions League ist das Team von Arsene Wenger vertreten. Jener Wettbewerb, bei dem die Gunners 20 Jahre lang Stammgast waren, auch wenn leider ausser dem Finaleinzug von 2006 und fetten Geld-Einnahmen nichts Gescheites dabei herausgeschaut hat. Europa League und Teams wie Östersunds, Bate Borisov oder Red Star Belgrad heissen die Gegner jetzt. Teams, die ich zuvor noch nie gehört, geschweige denn mich dafür interessiert habe.

Obschon der Trainer mit dem letztjährigen Gewinn des FA-Cups den Kopf noch einmal glücklich aus der Schlinge ziehen konnte und der Vertrag um 2 weitere Jahre verlängert wurde, ist die Trainer-Frage aktueller den je. Kaum verwunderlich bei nur einem Sieg aus den letzten 5 Spielen und beschämenden Auftritten. Bei anderen Teams wäre dies ausreichend Grund genug, den Trainer per sofort freizustellen. Die Klub-Verantwortlichen haben dem Franzosen trotz fehlender Erfolge lange den Rücken gestärkt. Seit dem Jahr 1996 ist er schon Trainer, 3 Meistertitel und 7 Pokalsiege seine Ausbeute. Es kann und darf niemand bestreiten bzw. herunterspielen, was der gebürtige Elsässer für diesen Verein alles geleistet hat. Dennoch und das sage ich als langjähriger Arsenal-Fan mit voller Überzeugung, es muss ein Wechsel her und zwar sehr bald! Die zahlreichen leeren Zuschauerplätze im Emirates Stadium beim gestrigen Spiel gegen Man City sind ein weiteres Indiz dafür, dass die Zeit nun reif ist, einen Trainer-Wechsel herbeizuführen. Die Fans stehen nicht mehr hinter Wenger, „the time is over“ schreiben sie auf ihren Plakaten.

In den Medien kursieren bereits die Namen möglicher Nachfolger: Joachim Löw, Thierry Henry, Leonardo Jardim, Brendan Rodgers und weitere. Die Verantwortlichen in der Führungsetage bei Arsenal müssen nun einsehen, dass die Ära Arsene Wengers vorbei ist. Es braucht frischen Wind und dies ist nur mit einem neuen Trainer möglich. Viel zu viel Kritik musste Wenger schon einstecken. Es ist Zeit in den Ruhestand zu gehen, das Traineramt irgendwo im Norden Londons an den Nagel zu hängen und den FC Arsenal einem anderen zu überlassen.

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