arno-del-curto

Ein alter Bergbewohner irrt in der Stadt umher. Brillenträger, schütteres Haar, verwirrt mit leicht zittrigen Knien, einer Vorliebe für Jugendliche und einem Gang, der auch schon bessere Tage erlebt hat. Was klingt wie eine Fahndungsmeldung nach einem Kinderschänder von Marco Cortesi an die öffentliche Bevölkerung, ist in Wahrheit der neuste Transferhammer im Schweizer Eishockey!

Der Zürcher SC verpflichtet mit Ach und Krach und noch mehr Cash die Trainer-Legende Arno Del Curto! Der «Tätschmeister», wie ihn Blick liebevoll nennt, soll der Hipster-Gesellschaft rund um Wick, Blindenbacher und Hollenstein, die Wollsocken stutzen und die Birkenstöcke durch solides engadiner Bergschuhwerk ersetzen. Sein Tempospiel ist so legendär wie die Interviews «Don’t say fuck you to the Ref, susch gids 2 Minute!» Sein Temperament so heiss wie die Asche vom Bögg und seine Liebe zum Eishockey grösser als die Pussy einer Langstrasser Seitengasshure. Er spricht von Liebe zu der Stadt Zürich und einer talentierten Mannschaft wie er sie zu höchsten, zu Von Arx Zeiten, erlebt hatte – als der noch Jung war und die Gummistiefel aus Holz. Ja, dieser Mann weiss wie man das selbstverliebte Zürcher Publikum für sich gewinnt. Kritische Fragen werden nicht beantwortet oder so umschweifend erklärt, dass er selbst den eigentlichen Punkt völlig aus den Augen verliert. So enden Fragen nach dem Rachegefühl gegenüber Davos gerne mal bei seiner Kindheit als harter Arbeiter und die Zukunftsaussichten in der Historie des Schlittschuh Clubs. Ja, dieser Del Curto ist ein Mann mit so viel Renommee, dass ihm jede noch so hirnrissige Aussage direkten Zugang in die Annalen des Schweizer Eishockeys verschafft. Seine Aussage «Wenns guet chunt, chunts guet, wen nöd, bini nächst Jahr als Gast da» steht jetzt schon im Interview-Ratgeber für Dummies.

Nichts desto trotz; Seine 22-jährige Trainerkarriere in Davos mit 6 Meistertiteln und dem einen oder anderen Highlight für die Kamera soll nun in Zürich vorgesetzt werden. In der Hoffnung, dass die Zürcher sich weiterhin über stinkende Alkoholiker im Tram mit dem Meisterpokal und endlosen Nächten an der Langstrasse erfreuen können.

Wir sagen «Willkommen Arno», mögen deine Taten in Zürich so geschichtsträchtig werden wie Zwingli, Pfarrer Sieber und Max Frisch zusammen. Revolutioniere das Hockey, füttere das hungernde Punktekonto und erfrische unsere Lektüre auf dem Weg zur Arbeit mit deinen geschwungenen Sätzen!

„Das lange Elend“ – Bekannter Sportkritiker und Gastautor bei unsportlich!

Das unsportlich Trio wünscht dem langen Elend HAPPY BIRTHDAY – das Alter des Elends bleibt aus Mitgefühl unerwähnt!

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